Neue Drohnenverordnung

Bundesverkehrsminister Dobrindt:
 
„Drohnen bieten ein großes Potenzial – privat wie gewerblich. Immer mehrMenschen nutzen sie. Je
mehr Drohnen aufsteigen, desto größer wird die Gefahr von Kollisionen, Abstürzen oder Unfällen. Für die Nutzung von Drohnen sind deshalb klare Regeln nötig.
Um der Zukunftstechnologie Drohne Chancen zu eröffnen und gleichzeitig die Sicherheit im Luftraum deutlich zu erhöhen, habe ich eine Neuregelung auf den Weg gebracht.
Neben der Sicherheit verbessern wir damit auch den Schutz der Privatsphäre.“
 
Ein Überblick über die wichtigsten Regeln:
 
Auf Modellflugplätzen
Wer sein Flugobjekt ausschließlich auf einem Modellfluggelände fliegen lässt, kann das nverändert
machen. Die neuen Regeln gelten nur außerhalb von Modellflugplätzen.
Einzige Ausnahme: Man muss eine Plakette mit Name und Adresse des Besitzers anbringen.
 
Für Besitzer von Drohnen oder Modellflugzeugen mit einem Gewicht von mehr als 0,25 Kilogramm
Sie müssen eine Plakette mit Name und Adresse des Besitzers anbringen.
 
Für Besitzer von Drohnen oder Modellflugzeugen mit einem Gewicht von mehr als 2,0 Kilogramm
Sie müssen eine Plakette mit Name und Adresse des Besitzers anbringen. Darüber hinaus müssen sie besondere Kenntnisse nachweisen. Der Nachweis wird entweder nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle erteilt oder bei Modellflugzeugen durch einen Luftsportverband nach einer Einweisung ausgestellt.
 
Für Besitzer von Drohnen oder Modellflugzeugen mit einem Gewicht von mehr als 5,0 Kilogramm
Sie benötigen zusätzlich eine Aufstiegserlaubnis, die von den Landesluftfahrtbehörden erteilt wird.
Für Steuerer, die ihr Flugobjekt - außerhalb von Modellfluggeländen - mehr als hundert Meter hoch fliegen lassen
Das ist grundsätzlich verboten. Eine behördliche Ausnahmeerlaubnis kann bei den
Landesluftfahrtbehörden beantragt werden. Generell dürfen Drohnen oder Modellflugzeuge nur in
Sichtweite geflogen werden.
 
Generell gilt:
Drohnen oder Modellflugzeuge müssen stets bemannten Luftfahrzeugen ausweichen.
 
Verboten ist:
Jegliche Behinderung oder Gefährdung der Betrieb von Drohnen oder Modellflugzeugen in
und über sensiblen Bereichen wie Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen, Hauptverkehrswegen, An- und Abflugbereichen von
Flugplätzen, der Betrieb einer Drohne oder eines Modellflugzeugs mit einem Gewicht von mehr als 0,25 Kilogramm über Wohngrundstücken. Das Gleiche gilt, wenn das Flugobjekt (unabhängig von seinem Gewicht) in der Lage ist, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen.
 
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Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
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Bildnachweis
BMVI
Stand
Januar 2017